Terroir

...ist geologisch höchst vielfältig, da mehrere Bodenformationen in unseren aufeinandertreffen:

1. Granitkuppeln der böhmischen Masse oder das Urgestein des westlichen Weinviertels (vor rund 2.500 Mio Jahren)
Der Granit zeichnet sich oft durch Kalireichtum aus und ergibt fruchtige und würzige Weine.

2. Kalksandstein und Sand
Entstanden beim Vorstoß des Molassemeeres als Ablagerungen fossilreicher, kalkiger Sedimente im Randbereich der Böhmischen Masse. (während des Eozän, vorrund 55 Mio Jahren). Sie bilden fruchtbare, schwere Böden mit hohem pH-Wert, der aus dem hohen Anteil an Kalzium und Magnesium resultiert. Diese Böden erbringen Weine mit guter Säure.

3. Kalkfreie Tone und Feinsande
Entstanden aus Resten fossiler Kalkalgen, papierdünn geschichtet, quarzreich mit unzählig vielen Poren

4. Kiese, Sande und Tone der Ur-Donau
Bedecken die böhmische Masse bedecken. Bis heute reich an Fossilien des Urmeeres Paratethyis (vor 7 Mio Jahren). Die Böden haben eine hohe Fähigkeit, Wasser zu speichern und weisen recht häufig einen hohen Gehalt an Kalium auf. Sie ergeben vollmundige, kräftige Weine.

5. Löss, ein stark poröser Flugsand der letzten Eiszeit, bedeckt teilweise die sanft hügelige Landschaft und sorgt für eine frühe Bodenerwärmung. (115.000 – 10 Mio Jahre)
Dieser nährstoffreiche Bodentyp ergibt vollmundige, lagerfähige, eher säurearme Weine.